Nachrichten aus der Ortsmitte Neufahrns

Der Marktplatztreff versteht als Ziel seiner Aktivitäten nicht nur die Belebung des Marktplatzes als Herz des Ortes und seines öffentlichen Lebens. Es geht uns um die Attraktivität der Ortsmitte insgesamt und damit um ein Stück Lebensqualität in Neufahrn.

Einkaufen in Neufahrn

Am Montag, den 05.03.2018 fand ein Einzelhandelsworkshop

statt, bei dem die Geschäftsleute Neufahrns ins Rathaus eingeladen waren, um über die Situation im Ort zu diskutieren. Die Gesellschaft für Markt- und Absatzforschung mbH hatte im Auftrag der Gemeinde den Einzelhandelsbestand analysiert und zu Beginn der Veranstaltung die Ergebnisse vorgestellt.

Die Zahlen sind ernüchternd. Obwohl die Bevölkerungszahl der

Gemeinde Neufahrn in den Jahren von 2012 bis 2017 um gut 4 % auf 19.698 Einwohnern gestiegen ist sank die Zahl der Einzelhandelsbetriebe im gleichen Zeitraum um rund 15 % von 91 auf 77. Somit haben in Neufahrn 14 Geschäfte in den letzten 5 Jahren geschlossen.

Und die Situation ist sowieso nicht gerade von einem Überangebot geprägt. Während in Neufahrn gegenwärtig nur noch 3,9 Einzelhandelsbetriebe auf 1.000 Einwohner kommen, und da ist auch jeder Hofladen der landwirtschaftlichen Betriebe mitgezählt, beträgt im Durchschnitt aller Gemeinden mit einer Größe zwischen 15.000 und 20.000 Einwohner der Wert 8,4 Betriebe pro 1.000 Einwohner. Ähnlich sieht es bei der Verkaufsflächenausstattung unseres Ortes aus. Im Durchschnitt der Gemeinden unserer Größenordnung beträgt diese 2.100 Quadratmeter pro 1.00 Einwohner, in Neufahrn beträgt sie nur 881 Quadratmeter.

Für die Zentralität Neufahrns hat das natürlich gravierende

Folgen. Bei den Nahrungs- und Genussmitteln deckt das Angebot noch 85 % des Bedarfs ab, bei den Nichtlebensmitteln sind es nur noch 43 %. Damit kommt der Neufahrner Einzelhandel auf eine Kaufkraftbindung von rund 59 % oder

andersherum ausgedrückt, über 40 % der Einkäufe Neufahrner Bürger finden außerhalb der Gemeinde statt.


Die Attraktivität einer Ortsmitte drückt sich ganz wesentlich anhand des sichtbaren Lebens aus, das auf ihren Straßen stattfindet. Dazu ist ein guter Besatz der Gebäude in der Ortsmitte mit Läden ein wichtiger Bestandteil, denn Einkaufen ist eine der häufigsten Tätigkeiten, die die Menschen vor ihre Haustüre führt. Nun sind angesichts der oben geschilderten Situation in Neufahrn die Geschäftsleute, Bürger und die Gemeinde aufgerufen, gemeinsam Anstrengungen zu unternehmen, wenn sich etwas daran verbessern soll.


Welche Maßnahmen und Aktivitäten dies sein werden muss in der nächsten Stufe des Stadtentwicklungskonzepts von allen Beteiligten erarbeitet werden. Sich zurückzulehnen und zu erwarten, einer der anderen Akteure, z.B. die Gemeinde, hat es alleine in der Hand, alle Probleme zu beseitigen, stellt den Erfolg dieses Prozesses insgesamt in Frage. Doch diese Erkenntnis, dass alle im

gleichen Boot sitzen, ist nicht bei allen Beteiligten des Workshops als Selbstverständlichkeit gegeben gewesen. Hier wird offensichtlich noch ein langer Weg zu gehen sein, und hoffentlich wird es ein Weg sein, der zu einem gemeinsamen Erfolg führt, in Form einer lebendigen und attraktiven Ortsmitte, die wir für uns und unsere Kinder als Mittelpunkt unserer Heimat schaffen und

bewahren. Gerne in Neufahrn zu wohnen ist ein Ziel, für das es sich einzusetzen lohnt, und mit dem Start der Erstellung des integrierten Stadtentwicklungskonzepts hat die Gemeinde einen guten ersten Schritt in diese Richtung gemacht.

Es weihnachtet wieder in Neufahrn - hoffentlich bald in neuem glanz

Bereits 2016 begann im Marktplatztreff eine Diskussion um die Weihnachtsbeleuchtung der Ortsmitte Neufahrns. Geht man in der Weihnachtszeit mit offenen Augen nachts die Bahnhofstraße entlang, so verwundert es einen schon, warum sich so unmotiviert zwei schön hell geschmückte Abschnitte mit ansonsten eher dunkel wirkenden Zonen abwechseln. und gerade im Bereich des Marktplatzes wirkt die Bahnhofstraße besonders dunkel. Also luden Kulturreferentin Christa Kürzinger und der Marktplatztreff Geschäftsleute und Hausbesitzer zu einer kleinen Messe für weihnachtlichen Lichterschmuck ein. Man besichtigte Ausstellungsobjekte und wälzte Kataloge, und schließlich verständigte man sich auf die leuchtende Schneeflocke als einheitliches Motiv für den privaten Weihnachtsschmuck an Häusern und in Schaufenstern. Eine Reihe von Schneeflocken wurden bestellt zierten bald darauf mehrere Gebäude am Marktplatz und Schaufenster an der Bahnhofstraße. Es war ein schöner Anfang, aber entlang der Bahnhofstraße gibt es noch sehr viele Häuser, die ebenfalls mit ein paar leuchtenden Schneeflocken in der Weihnachtszeit noch viel schöner wären.

 


Doch dabei wollten wir es nicht bewenden lassen. Wir sehen auch Verbesserungspotential in der öffentlichen Weihnachtsbeleuchtung von Bahnhofstraße und Marktplatz. Ausgangspunkt unserer Überlegungen ist die helle und freundlich wirkende Beleuchtung der Bahnhofstraße vom Bahnhof bis zum Galgenbachweg. So könnten wir uns die ganze Bahnhofstraße geschmückt vorstellen und haben einen entsprechenden Antrag im Verwaltungsausschuss der Gemeinde gestellt. Dieser ist auch mit einer knappen Mehrheit von 5:4 Stimmen angenommen worden. Für die Finanzierung sollten Mittel im Haushalt 2018 bereitgestellt, dazu war eine Behandlung im Finanzausschuss notwendig. Hier wurde unser Antrag leider mit 4:5 Stimmen abgelehnt. Bleibt also die Hoffnung, dass die Haushaltslage der Gemeinde es nächstes Jahr zulässt, weitere Lichterketten und Sterne für die Bahnhofstraße anzuschaffen.

Der Marktplatztreff hat hierzu ein Konzept geschrieben, um zu verdeutlichen, wie er sich die künftige Weihnachtsbeleuchtung der Ortsmitte vorstellt. Und wer hierzu seine Meinung mitteilen möchte, kann dies gerne im nachfolgenden Gästebuch tun.

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Konzept einer neuen Weihnachtsbeleuchtun
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Nun offiziell: Neufahrn erhält das Zertifikat als Stadtlesen-Stadt

Michaela Reidel, Leiterin der Gemeindebücherei, 1. Bürgermeister Franz Heilmeier und Michael Schöfer, Vorsitzender des Marktplatztreffs halten stolz das Zertifikat in Händen. Gemeinsam hatten sie 2017 eine Kampagne zur Nominierung Neufahrns als StadtLesen-Stadt 2018 durchgeführt. Dabei stimmen die Bürger im Internet für ihre Kommune, und die Städte mit den meisten Stimmen werden dann ausgewählt.


Auch Neufahrn hat nun öffentliches Bayern-WLAN

Lange wurde hin und her überlegt und diskutiert. Die Bayerische Staatsregierung fördert die Einrichtung von zwei öffentlichen WLAN-Hotspots in den Kommunen Bayerns. Doch wo sollten sie in Neufahrn am besten eingerichtet werden? Die Traglufthalle für Flüchtlinge wurde im Sportpark gerade aufgebaut, hier wäre auf jeden Fall Bedarf gegeben gewesen. Der Käthe-Winckelmann-Platz, der Bahnhof und natürlich der Marktplatz boten sich ebenfalls an. Schließlich entschied sich die Gemeinde, beide Hotspots für den Marktplatz zu verwenden. Damit kann er auf ganzer Länge abgedeckt werden und das Netz reicht sogar bis in den Wartebereich des Rathauses. So kann nun

seit Mitte November 2017 flott mit bis zu 100 MBit im Internet gesurft werden, während man in der Ortsmitte etwas erledigt oder sich zum Entspannen auf dem Marktplatz aufhält.


NEufahrn hat es Geschafft: es Wird Stadtlesestadt 2018

 

Bereits seit neun Jahren bringt StadtLesen Buchlesegenuss zu den Menschen. Das „Lesewohnzimmer“ auf den schönsten Plätzen der StadtLeseStädte enthält einen Readers Corner, Lesemöbel, einen Genussturm, Kommunikationswürfel, aber vor allem rund 3.000 Bücher. Es wird zum öffentlichen Schmökern unter freiem Himmel bei freiem Eintritt eingeladen. Stars der Literaturszene komplettieren den puren Lesegenuss durch moderierte Erzähl-Lesungen. Auch die Lesungen sind ohne Eintritt frei zugänglich.

Für 2018, das zehnte Jahr der Aktion, haben sich 236 Städte in Deutschland, Österreich und der Schweiz darum beworben, StadtLeseStadt zu werden. 26 Städte sind 2017  StadtLeseStadt gewesen. Neufahrn hat es geschafft, unter den ausgewählten Städten für 2018 zu sein. Damit wird voraussichtlich im Juli der Marktplatz Neufahrns zum Lesewohnzimmer. Freuen wir uns auf eine ganz besondere Veranstaltung unter freiem Himmel.